Die Schweiz an der Frühjahrstagung 2026 des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank sowie am Treffen der G20 Finanzministerinnen und -minister in Washington
Bern, 14.04.2026 — Bundespräsident Guy Parmelin und Bundesrätin Karin Keller-Sutter sowie Nationalbankpräsident Martin Schlegel nehmen vom 15. bis 17. April 2026 in Washington an der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank teil. Während der Tagung finden zudem ein G20-Treffen der Finanzministerinnen und -minister und der Notenbankgouverneurinnen und -gouverneure sowie ein Ministertreffen der Financial Action Task Force (FATF) statt. Die von Bundesrätin Karin Keller-Sutter geleitete Schweizer Delegation nutzt den Anlass auch für bilaterale Gespräche.
Globale wirtschaftliche und entwicklungspolitische Herausforderungen stehen im Zentrum der Treffen. Im aktuellen Umfeld geopolitischer Konflikte und handelspolitischer Spannungen ist es für die Schweiz besonders wichtig, in multilateralen Gremien und in bilateralen Kontakten für verlässliche Wirtschaftsbeziehungen und offene Märkte einzutreten. Gesunde Staatsfinanzen, Preisstabilität sowie ein robustes globales Währungs- und Finanzsystem sind ebenfalls zentral für eine widerstandsfähige Wirtschaft und dauerhaften Wohlstand.
Weitere bedeutende Themen sind die Gouvernanz und die Prioritäten von IWF und Weltbank. Die Schweiz spricht sich im IWF für eine stabilitätsorientierte Politik aus. Sie befürwortet zielführende Anstrengungen des Währungsfonds wie die Bereitstellung fundierter Analysen und Beratung sowie massvolle Finanzhilfen, die von Reformprogrammen begleitet werden. Dazu müssen die Finanzen des IWF solide sein, seine Gouvernanz effektiv und breit abgestützt und der Fokus auf seinen Kernkompetenzen liegen.
Die Schweiz begrüsst die Anstrengungen der Weltbank, durch die Schaffung günstiger Rahmenbedingungen in Entwicklungsländern zukunftsfähige Arbeitsplätze zu schaffen und private Investitionen zu mobilisieren. Hierbei sind funktionierende Arbeitsmärkte und die Einhaltung von Klimazielen, Umwelt- und Sozialstandards entscheidend. Zudem setzt sich die Schweiz für eine enge Zusammenarbeit der Weltbank mit anderen Entwicklungsakteuren ein.
Anlässlich der Frühjahrstagung unterzeichnet Bundespräsident Guy Parmelin mit der Weltbank ein Abkommen für ein Transportprojekt in der Ukraine. Dieses fördert die Modernisierung der ukrainischen Eisenbahngesellschaft und ergänzt bestehende Projekte, mit denen die Schweiz und der Schweizer Privatsektor die ukrainische Eisenbahn unterstützen.
Im Vorfeld der Tagung findet ein G20-Treffen der Finanzministerinnen und -minister sowie der -Notenbankgouverneurinnen und -gouverneure statt. Die Schweiz setzt sich dort unter anderem für effektive und verlässliche Rahmenbedingungen ein, die die wirtschaftliche Dynamik stärken.
Bundesrätin Karin Keller-Sutter wird zudem am Ministertreffen der FATF teilnehmen. Sie wird dort betonen, dass die Schweiz die strategischen Prioritäten der Task Force bei der Bekämpfung von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung sowie der Finanzierung der Verbreitung von Massenvernichtungswaffen mitträgt.