Die Armee trainiert in Frankreich
Bern, 15.05.2026 — Vom 15. bis 22. Mai 2026 trainieren Angehörige der Schweizer Armee mit einem Schweizer Helikopter des Typs Cougar in Solenzara (FRA) das Schiessen auf fliegende Ziele. Dabei werden auch entsprechende Einsatzverfahren überprüft. Das Training bietet der Schweizer Armee die Möglichkeit, sich mit ausländischen Partnern abzugleichen und die internationale Zusammenarbeit zu stärken.
Das Trainieren des Schiessens mit Langwaffen aus einem Helikopter dient dazu, die Einsatzfähigkeit der Schweizer Armee unter realistischen und anspruchsvollen Bedingungen zu stärken. Aufgrund der instabilen Plattform, wechselnder Windverhältnisse und hoher Sicherheitsanforderungen ist diese Fähigkeit besonders komplex und erfordert deshalb ein spezielles Training. Dieses unterliegt strengen Vorschriften, benötigt klar definierte Sicherheitszonen und wird nur in speziell dafür freigegebenen Gebieten durchgeführt.
Internationale Zusammenarbeit stärkt die Verteidigungsfähigkeit
Die Luftwaffe kann komplexe Trainings im Inland aufgrund geografischer, luftraumtechnischer und operationeller Rahmenbedingungen nur beschränkt trainieren. Gleichzeitig hat der Bundesrat 2024 beschlossen, die internationale militärische Kooperation gezielt zu intensivieren. Damit soll die Armee von den Erfahrungen, Verfahren und Standards internationaler Partner profitieren. Internationale Trainings wie jenes in Frankreich ermöglichen es der Armee, diese Einschränkungen gezielt zu kompensieren, die Interoperabilität mit Partnerstreitkräften zu stärken und die Einsatzbereitschaft unter realitätsnahen Bedingungen weiterzuentwickeln.