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MedienmitteilungVeröffentlicht am 31. Oktober 2026

Ignazio Cassis in den beiden Koreas: Die Schweiz verstärkt ihre diplomatische Präsenz

Bern, 31.10.2026 — Bundesrat Ignazio Cassis hat am 31. Oktober 2026 seinen Besuch in der Demokratischen Volksrepublik Korea (DVRK) und in der Republik Korea beendet. In Pjöngjang hat er das Schweizerische diplomatischen Büros offiziell wiedereröffnet und sich mit mehreren hochrangigen Vertreterinnen und Vertreter Nordkoreas getroffen, um den politischen Austausch wieder in Gang zu bringen. Anschliessend setzte er seine Gespräche in Seoul fort. Diese Reise in beide Koreas steht im Zeichen des langjährigen Einsatzes der Schweiz für Frieden und Stabilität auf der koreanischen Halbinsel.

Treffen in Pjöngjang zwischen Ignazio Cassis, Bundesrat und Vorsteher des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA), und Choe Son Hui, Aussenministerin der Demokratischen Volksrepublik Korea (DVRK).

Während seines Aufenthalts in Pjöngjang am 29. und 30. Oktober hat Bundesrat Ignazio Cassis das Schweizerische diplomatische Büro offiziell wiedereröffnet und sich mit der Aussenministerin der DVRK, Choe Son Hui, sowie mit Jo Yong Won, dem Sekretär des Zentralkomitees der Arbeiterpartei Koreas, getroffen.

Dieser Besuch verfolgte drei Ziele: die Wiederherstellung einer diplomatischen Präsenz der Schweiz in neuer Form, die Normalisierung der bilateralen politischen Beziehungen und die Wiederaufnahme des direkten Dialogs mit den nordkoreanischen Behörden. Die Gespräche drehten sich zudem um die Sicherheitslage auf der koreanischen Halbinsel und die allgemeinen sicherheitspolitischen Herausforderungen in Eurasien.

Das seit dem 19. Oktober tätige und der Schweizer Botschaft in Peking unterstellte diplomatische Büro ermöglicht es der Schweiz, wieder über eine ständige Präsenz in Pjöngjang zu verfügen. Es wird die direkten Kontakte zu den nordkoreanischen Behörden sowie die Beobachtung der regionalen Entwicklungen erleichtern.

Die Schweiz unterhält seit 1974 diplomatische Beziehungen mit der DVRK. Bis 2019 führten die beiden Länder regelmässig politische Konsultationen. Nach mehreren Jahren der Isolation bietet die schrittweise Wiederaufnahme der internationalen Kontakte durch die DVRK die Gelegenheit, diesen Austausch wieder aufzunehmen.

Fortsetzung des Austauschs in Südkorea

Nach seinem Aufenthalt in Pjöngjang reiste Ignazio Cassis am 30. und 31. Oktober nach Seoul. Dort traf er den nationalen Sicherheitsberater Wi Sung-lac und den stellvertretenden Aussenminister Jeong Yeondoo. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Sicherheitslage auf der koreanischen Halbinsel, die Aussichten auf einen Abbau der regionalen Spannungen sowie die bilateralen Beziehungen zwischen der Schweiz und der Republik Korea.

Mit seinem Besuch in den beiden Koreas bekräftigte Bundesrat Cassis den Willen der Schweiz, den Dialog in einer Region aufrechtzuerhalten, die von regionalen Spannungen und unterschiedlichen Positionen geprägt ist. Dieser Schritt steht im Einklang mit der universalen Tradition der Schweizer Aussenpolitik: mit allen zu sprechen und dort zu unterstützen, wo diplomatische Kontakte schwierig sind.

Die Schweiz setzt sich seit über 70 Jahren auf der koreanischen Halbinsel ein

Ignazio Cassis traf sich zudem mit Divisionär Burgener, dem Leiter der Schweizer Delegation bei der Überwachungskommission der neutralen Staaten (NNSC), um sich über die Sicherheitslage auf der Halbinsel zu informieren. Seit 1953 beteiligt sich die Schweiz an der Überwachungskommission der neutralen Staaten, die mit der Überwachung der Einhaltung des Waffenstillstands betraut ist und in Panmunjom an der militärischen Demarkationslinie zwischen den beiden Koreas stationiert ist.

Links

Newsartikel: Die Geschichte der Beziehungen zwischen der Schweiz und der Demokratischen Volksrepublik Korea (fr)

Bilaterale Beziehungen Schweiz–Republik Korea