Runder Tisch zur Brandkatastrophe vom 1. Januar 2026: Zusammensetzung festgelegt
Bern, 08.10.2026 — Die Zusammensetzung des runden Tischs zur Bewältigung der Brandkatastrophe im Le Constellation in Crans-Montana vom 1. Januar 2026 steht fest. Eine «groupe de réflexion» unterstützt den Präsidenten bei der Ausarbeitung von Lösungsvorschlägen. In mehreren Phasen des Prozesses werden zudem alle Opfer und Angehörigen sowie alle Versicherer die Möglichkeiten haben, sich zu den Vorschlägen zu äussern.
Im Juni hat Laurent Kurth, der Präsident des runden Tischs zur Bewältigung der Brandkatastrophe vom 1. Januar 2026 im Le Constellation in Crans Montana, die Kriterien für die Zusammensetzung des runden Tischs festgelegt. Über den Sommer hat er zusätzliche Gespräche geführt und gestützt darauf über die Zusammensetzung entschieden.
Der runde Tisch setzt sich zusammen aus Personen, welche die Perspektive der Opfer und deren Angehörigen einbringen, sowie aus Vertreterinnen und Vertretern weiterer Personen und Institutionen, die zu einer aussergerichtlichen Vergleichslösung beitragen können. Bei der Erarbeitung der aussergerichtlichen Vergleichslösung wird der runde Tisch fachlich von einer «groupe de réflexion» unterstützt. Dabei geht es insbesondere darum, auf das Fachwissen von Bundesämtern, Dachverbänden der Privatversicherungs- und Sozialversicherungsbranche, einer Universitätsprofessorin sowie auf die Perspektive der Fondation Beloved zurückgreifen zu können.
Interessierte Opfer und Angehörige werden sich zu den Lösungsvorschlägen äussern können
Bei der Erarbeitung der aussergerichtlichen Vergleichslösung ist die Perspektive der Opfer und deren Angehörigen zentral. Es soll eine Einigung erzielt werden, die deren Bedürfnissen angemessen Rechnung trägt. Die Gespräche mit den Betroffenen haben jedoch auch gezeigt, dass die Diskussion sehr komplex ist und möglichst zügig vorangehen soll. Aus diesem Grund können nicht alle Opfer und Angehörigen selbst am runden Tisch teilnehmen. Bei den Opfervertretungen wurde deshalb speziell berücksichtigt, dass eine Person jeweils mehrere Opfer und Angehörige vertritt und ausserdem über spezielle Fachkenntnisse in den betreffenden Rechtsgebieten verfügt. Hingegen ist vorgesehen, dass alle Opfer und Angehörigen in bestimmten Phasen des Diskussionsprozesses in die vom runden Tisch ausgearbeiteten Vorschläge Einsicht nehmen können. Sie erhalten dabei jeweils die Gelegenheit, sich innerhalb dieser Konsultationsphasen zu den Vorschlägen zu äussern.
Die erste Sitzung des runden Tischs wird voraussichtlich diesen Herbst stattfinden. Für den Erfolg des runden Tischs ist die Vertraulichkeit der Gespräche zentral. Entsprechend wird der Präsident den Teilnehmenden Stillschweigen zusichern. Über die Arbeiten des runden Tischs wird deshalb zurückhaltend kommuniziert.
Zusammensetzung des runden Tischs
Präsident
Laurent Kurth
Vertretung der Opfer und Opferhilfeorganisation
Association Les étoiles du 1er janvier*
Associazione Oltre Crans-Montana, Karin Valenzano Rossi
Association REVI Crans-Montana*
Association Swisshearts, Stéphane Buchs
Alexandre Guyaz, Anwalt
Romain Jordan, Anwalt
Loïc Parein, Anwalt
Vertretung der Behörden
Gemeinde Crans-Montana, Gaspard Couchepin und Vincent Brulhart, Anwälte
Kanton Wallis, Antoine Eigenmann und Géraldine Chapus-Rapin, Anwälte
Bundesamt für Justiz, Michael Schöll
Vertretung Haftpflichtversicherer
AXA, Karin Rüttimann und Lukas Wyss
Helvetia, Philipp Jeker und Nicolas Cavadini
Vertretung der Sozialversicherungen
SUVA, Beatrice Domscheit
Unfallversicherungen nach Art. 68 UVG und Krankenzusatzversicherungen, Schweizerischer Versicherungsverband SVV, Irène Hänsli**
Krankenversicherungen, Verband Schweizer Krankenversicherer prio.swiss, Saskia Schenker**
* Die Vertretung wird derzeit bestimmt.
** Die Vertretung wird gegebenenfalls im Laufe des Monats Oktober bestätigt und/oder ergänzt.