Höhere Berufsbildung: Ein grosser Pluspunkt für die Selbstständigkeit
Neuchâtel, 12.05.2026 — Ein Jahr nach Erhalt des eidgenössischen Diploms sind 13% der Absolventinnen und Absolventen der höheren Berufsbildung selbstständigerwerbend. Dies betrifft insbesondere die Bereiche Landwirtschaft und Gesundheit. Die meisten waren bereits vor ihrem Abschluss selbstständigerwerbend und üben ihre Tätigkeit danach weiterhin in der selbst gegründeten Firma oder Praxis aus. Dies zeigen die Ergebnisse der Erhebung zur höheren Berufsbildung des Bundesamtes für Statistik (BFS).
Dank der höheren Berufsbildung können sich Fachkräfte auf ihrem Gebiet zu Expertinnen und Experten ausbilden und ihre Management- und Führungskompetenzen vertiefen.
Absolvent/innen eines eidgenössischen Diploms sind häufig selbstständigerwerbend
In den Bereichen Gesundheit und Landwirtschaft gibt es zahlreiche Bildungsgänge, die zu einem eidgenössischen Diplom führen und auf die Selbstständigkeit vorbereiten. Ein Jahr nach Erhalt des eidgenössischen Diploms geben 13% der Absolventinnen und Absolventen an, im Haupterwerb selbstständigerwerbend zu sein. Vier Jahre nach dem Abschluss liegt dieser Anteil bei 17%. Der Anteil der Selbstständigerwerbenden ist bei Personen mit eidgenössischem Fachausweis (6%) oder Diplom einer Höheren Fachschule (3%) zu diesem Zeitpunkt geringer. Zum Vergleich: In der gesamten erwerbstätigen Bevölkerung der Schweiz belief sich der Anteil der Selbstständigerwerbenden im Jahr 2024 auf 14%.
Ein Viertel der Frauen mit eidgenössischem Diplom ist selbstständigerwerbend
Vier Jahre nach Erhalt des eidgenössischen Diploms geht ein Viertel der Absolventinnen einer selbstständigen Tätigkeit nach. Dies ist in erster Linie auf das hohe Gewicht des Gesundheitsbereichs zurückzuführen, das sich durch einen hohen Frauenanteil auszeichnet. Bei den Männern tragen vor allem Absolventen aus dem landwirtschaftlichen Bereich zum hohen Anteil Selbstständigerwerbender bei.
Die meisten Selbstständigerwerbenden arbeiten im eigenen Unternehmen
Fast die Hälfte (47%) der Selbstständigerwerbenden mit eidgenössischem Fachausweis haben ein eigenes Unternehmen gegründet und ein Viertel hat einen bestehenden Betrieb übernommen. Inhaberinnen und Inhaber eines eidgenössischen Diploms führen etwas seltener ein eigenes Unternehmen. Sie sind häufiger freiberuflich tätig, 46% haben eine eigene Praxis gegründet. Etwas weniger als ein Drittel (32%) der Personen mit Diplom einer Höheren Fachschule arbeitet auf Auftrags- oder Honorarbasis (freiberuflich).
Diese Medienmitteilung und weitere Informationen zum Thema finden Sie auf der Website des BFS.