Studie zeigt volkswirtschaftliche Bedeutung der Zivilluftfahrt in der Schweiz
Bern, 20.01.2026 — Eine Studie im Auftrag des Bundesamts für Zivilluftfahrt (BAZL) zeigt, dass die direkt mit der Luftfahrt erzielte Wertschöpfung im Jahr 2024 knapp 10 Milliarden Franken betrug. Zudem sei die Schweiz dank des Luftverkehrs gut erreichbar und international vernetzt. Die Region Zürich weise im europäischen Vergleich die höchste Erreichbarkeit auf.
Die vom Forschungs- und Beratungsbüro INFRAS durchgeführte Studie «Volkswirtschaftliche Bedeutung der Zivilluftfahrt in der Schweiz» weist für 2024 eine Wertschöpfung der Zivilluftfahrt von 9,8 Milliarden Franken und 49’000 Arbeitsplätze (Vollzeitäquivalente) aus. Diese direkten Effekte erfassen grundsätzlich alle Unternehmen, die in der Schweiz an den drei Landesflughäfen tätig oder eng mit dem Flugbetrieb verbunden sind. Werden zusätzlich indirekte Effekte aus Vorleistungen, durch den Konsum der in der Luftfahrt Beschäftigten sowie der Tourismus berücksichtigt, steigt die gesamte Wertschöpfung auf 24,8 Milliarden Franken; dies entspricht fast 3 Prozent der Wirtschaftsleistung (BIP) von 2024. Insgesamt waren mit der Zivilluftfahrt 2024 150 200 Arbeitsplätze (VZÄ) verbunden.
Dem volkswirtschaftlichen Nutzen stehen durch die Zivilluftfahrt in der Schweiz verursachte externe Kosten in der Höhe von 6,5 Milliarden Franken im Jahr 2024 gegenüber – etwa durch ihre Wirkung auf das Klima.
INFRAS analysierte zudem die Erreichbarkeit als zentralen Standortfaktor. Die Schweiz zeichnet sich dank der Zivilluftfahrt durch eine hohe internationale Erreichbarkeit aus. Die Landesflughäfen Zürich, Genf und Basel bilden dabei die wichtigsten Knotenpunkte der internationalen Anbindung. Die Region Zürich weist im europäischen Vergleich die höchste Erreichbarkeit auf. Basel und Genf liegen ebenfalls unter den Top 20 von total 284 untersuchten europäischen Regionen.