Energieverbrauch 2025 leicht gestiegen
Bern, 18.06.2026 — Der Endenergieverbrauch der Schweiz ist 2025 gegenüber dem Vorjahr um 0.2% auf 777’870 Terajoule (TJ) leicht gestiegen. Hauptgründe dafür sind die im Vergleich zum Vorjahr kältere Witterung und der Anstieg beim Absatz von Flugtreibstoffen.
Die Anzahl Heizgradtage, ein wichtiger Indikator für den Energieverbrauch, nahm gegenüber dem Vorjahr um 5,6% zu. Zugenommen haben auch andere Faktoren, welche den langfristigen Wachstumstrend des Energieverbrauches bestimmen: Die ständige Wohnbevölkerung (+0,9%), das Bruttoinlandprodukt (+1,3%), der Motorfahrzeugbestand (+0,9%) und der Wohnungsbestand (Zuwachs, es liegen jedoch noch keine detaillierten Zahlen vor). Zu den Bestimmungsfaktoren der Energieverbrauchsentwicklung werden die jährlichen Ex-Post-Analysen weitere Aufschlüsse liefern können, die im Oktober 2026 publiziert werden.
Anstieg beim Treibstoffverbrauch
Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Absatz von Flugtreibstoffen um 3,2 % und liegt nun nur noch knapp unter dem höchsten Verbrauchsniveau von 2018. Der Benzin- und Dieselabsatz ist hingegen insgesamt um 1,0% gesunken (Benzin: +0,6%, Diesel: -2,3%). Die fossilen Treibstoffe machen ungefähr einen Drittel (34,9%) des gesamten Endenergieverbrauchs aus. Der Verbrauch der biogenen Treibstoffe nahm gegenüber dem Vorjahr zu (+9,5%). Ihr Anteil am gesamten Absatz von Benzin und Diesel nahm ebenfalls zu und lag das erste Mal über 5% (5,3%).
Leichte Anstieg beim Verbrauch von Elektrizität, Rückgang beim Heizöl extra-leicht und Erdgas
Der Verbrauch von Elektrizität stieg um 0,8%. Der Verbrauch von Heizöl extra-leicht und Erdgas nahmen jedoch um 4,3% und 1,1% gegenüber dem Vorjahr ab. Diese drei Energieträger machen rund die Hälfte des Endenergieverbrauches aus. Die energetische Verwendung von Industrieabfällen stieg um 2,1%. Der Verbrauch von Kohle und Petrolkoks nahm hingegen insgesamt um 21,1% ab und der Verbrauch von Heizöl mittel und schwer lag wiederum bei null. Der Anteil dieser vier Energieträger am gesamten Endenergieverbrauch ist gering (<2%).
Verbrauchsanstieg bei den erneuerbaren Energien
Erneuerbare Energieträger ersetzen beim Heizen zunehmend die fossilen Energien. So nahm die Nutzung von Umgebungswärme mit Wärmepumpen um 8,4% zu, ebenso der Verbrauch von Fernwärme (+6,5%). Der erneuerbare Anteil von Fernwärme stieg weiterhin und lag 2025 bei 44,7%. Der Verbrauch von Solarwärme und Energieholz ist hingegen leicht gesunken (-1,5%, bzw. -0,5%). Die direkte Nutzung von Biogas nahm um 0,5% zu. Unter Berücksichtigung des ins Erdgasnetz eingespeisten Biogases (das statistisch unter Gas verbucht wird), ergibt sich ein Anstieg des Biogasverbrauches um 12,9%. Der Anteil erneuerbaren Energieträger am gesamten Endenergieverbrauch lag 2025 bei 27,5%.
Elektrizitätsbilanz 2025
2025 ist der Schweizer Stromverbrauch (Endverbrauch) gegenüber dem Vorjahr um rund 0,8% auf 58,0 TWh gestiegen. Die inländische Stromproduktion (Landeserzeugung) sank um rund 16,7% auf neu 67,5 TWh. 2025 stammten 55,5% der Stromproduktion von Wasserkraftwerken (Laufkraftwerke 24,2%, Speicherkraftwerke 31,3%), 27,2% aus Kernkraftwerken und 17,3% aus thermischen und erneuerbaren Stromproduktionsanlagen (thermische Erzeugung 5,3%, Windkraft 0,2% und Photovoltaik 11,8%).
Die Schweizerische Gesamtenergiestatistik 2025 und die Schweizerische Elektrizitätsstatistik 2025 sind ab dem 10. Juli 2026, respektiv ab dem 24. Juli 2026 im Internet verfügbar und Anfang August in gedruckter Form erhältlich. Ab sofort online verfügbar sind ein erster zusammenfassender Überblick über den Energieverbrauch 2025 und die definitive Elektrizitätsbilanz 2025 (siehe Anhang).