FlaM Kontrollen 2025: Mindestziel erreicht, Fokus weiterhin auf Risikobereichen
Bern, 17.06.2026 — Im Jahr 2025 wurden im Rahmen der flankierenden Massnahmen (FlaM) die Lohn- und Arbeitsbedingungen von 147 286 Personen und 38 567 Betrieben kontrolliert. Das FlaM-Mindestkontrollziel von 35 000 Betriebskontrollen wurde erneut erreicht. Das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO hat am 17. Juni 2026 seinen Bericht dazu publiziert.
Kontrollen über die Einhaltung der geltenden Lohn- und Arbeitsbedingungen fanden in allen Regionen und Branchen statt. Dabei gingen die Vollzugsorgane risikobasiert vor und prüften Bereiche mit vermutetem höherem Verstoss- oder Unterbietungsrisiko prioritär.
Bei ihren Kontrollen stellten die paritätischen Kommissionen bei Entsendebetrieben in Branchen mit allgemeinverbindlichen Gesamtarbeitsverträgen eine Verstossquote von 24 % fest. Die kantonalen tripartiten Kommissionen meldeten bei 21 % der kontrollierten Entsendebetriebe Unterbietungen der üblichen Löhne sowie bei 10 % der Schweizer Arbeitgebenden. Bei selbständigen Dienstleistungserbringenden aus dem EU-/EFTA-Raum wurde in 9 % der Fälle eine Scheinselbständigkeit vermutet.
Wird eine Unterbietung der üblichen Lohn- und Arbeitsbedingungen festgestellt, führen die kantonalen TPK Verständigungsverfahren mit Entsendebetrieben sowie Schweizer Unternehmen durch. Insgesamt wurden im Jahr 2025 rund 1 800 Verständigungsverfahren eröffnet. Zudem wurden 675 Sanktionen wegen Verstössen gegen Mindestlohnbestimmungen ausgesprochen.
Die FlaM bilden ein zentrales Dispositiv zum Schutz der Lohn- und Arbeitsbedingungen in der Schweiz. Die Kontrollen durch die staatlichen Stellen und die Sozialpartner sorgen für einen umfassenden Lohnschutz.