Die Schweiz und China stärken ihre Zusammenarbeit im Handel und in der Wissenschaft
Bern, 30.10.2026 — Bundespräsident Guy Parmelin hat sich am Freitag, 30. Oktober 2026, mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping über die bilateralen Beziehungen beider Länder ausgetauscht und aktuelle internationale Themen erörtert. Die Schweiz und China vertiefen ihre Beziehungen namentlich in den Bereichen Handel und Wissenschaft. Im Rahmen des Besuchs wurden mehrere Abkommen unterzeichnet, darunter das optimierte bilaterale Freihandelsabkommen, das damit verbundene Abkommen über die Zusammenarbeit bei Arbeit und Beschäftigung und ein Abkommen über die geregelte Zusammenarbeit in Forschung und Entwicklung.
Beim Gespräch des Bundespräsidenten mit Präsident Xi wurden die Meilensteine in den bilateralen Beziehungen betont, insbesondere die Aufnahme diplomatischer Beziehungen 1950, das erste chinesische Freihandelsabkommen mit einem europäischen Land 2014 und die Verständigung auf eine «Innovative Strategische Partnerschaft» 2016. Der rasche Abschluss der Verhandlungen zum optimierten Freihandelsabkommen wurde als Zeichen der Unterstützung für das regelbasierte, auf die WTO ausgerichtete multilaterale Handelssystem gewürdigt. Das optimierte Abkommen biete den Wirtschaftsakteuren beider Seiten einen modernen und umfassenden Rahmen für Handel und Investitionen.
Erwähnt wurden auch die bilateralen Dialoge, die in rund 30 Politikbereichen geführt werden. Die letzte Runde des Dialogs zu den Menschenrechten fand am 19./20. Oktober in Bern statt. Auf technischer Ebene wurde im Januar ein Austausch über den Strafvollzug durchgeführt. Ebenfalls zur Sprache kamen die globale und die regionale Sicherheitslage. Der Bundespräsident betonte, wie eng die Sicherheit und Stabilität Europas und Ostasiens sowohl in menschlicher wie in wirtschaftlicher Hinsicht verbunden seien.
Optimiertes Freihandelsabkommen erleichtert Handel mit China
Die Unterzeichnungszeremonie fand im Anschluss an das Gespräch im Beisein des Bundespräsidenten und des chinesischen Präsidenten statt. Mit der Optimierung des 2014 in Kraft getretenen Freihandelsabkommens zwischen der Schweiz und China wird der Zugang zum chinesischen Markt für Schweizer Waren und Investitionen verbessert. Zudem werden die Vorgaben zum Umwelt- und Arbeitnehmerschutz weiter gestärkt – zum ersten Mal in einem Freihandelsabkommen Chinas in einem rechtsverbindlichen Kapitel zu Handel und nachhaltiger Entwicklung.
Ebenfalls unterzeichnet wurde am Freitag ein mit dem Freihandelsabkommen verbundenes Abkommen über die Zusammenarbeit im Bereich Arbeit und Beschäftigung.
Mehr Rechtssicherheit in der bilateralen Forschungszusammenarbeit
Beide Länder sind sich zudem einig, dass sie die grenzüberschreitende Verwaltung wissenschaftlicher Daten regeln wollen. Das ermöglicht Schweizer Forscherinnen und Forschern, mit ihren chinesischen Partnerinnen und Partnern in einem sichereren rechtlichen Rahmen Forschungsdaten auszutauschen. Die Schweiz und China unterzeichneten ein entsprechendes Abkommen.
Auf dem Besuchsprogramm bis Samstag stehen Gespräche mit weiteren Mitgliedern der chinesischen Regierung; Bundespräsident Parmelin wird sich mit Handelsminister Wang Wentao, Arbeits- und Sozialministerin Wang Xiaoping, Bildungsminister Huai Jinpeng und Wissenschaftsminister Yin Hejun austauschen. Geplant sind auch Treffen mit führenden Wirtschaftsvertretern beider Länder und die Eröffnung des 9. schweizerisch-chinesischen Wirtschaftsforums. Eine Wirtschafts- und Wissenschaftsdelegation begleitet die Reise.
Zusätzliche Verweise: