Zum Hauptinhalt springen

MedienmitteilungVeröffentlicht am 29. September 2026

Der Bund unterstützt 26 Projekte der Provenienzforschung von Schweizer Museen und Sammlungen

Bern, 29.09.2026 — Das Bundesamt für Kultur (BAK) unterstützt 2027 und 2028 mit insgesamt rund 1,95 Millionen Franken 26 Provenienzforschungsprojekte von Museen und Sammlungen in der Schweiz. Die geförderten Vorhaben reichen von museumsübergreifenden Projekten und Kooperationen mit Herkunftsgemeinschaften über die Untersuchung menschlicher Überreste bis zur Erschliessung von Archiven und Datenbeständen.

Insgesamt gingen beim BAK 30 Gesuche ein. Für die 26 unterstützten Projekte (vgl. Liste im Anhang) stellt es einen Betrag von insgesamt rund 1,95 Millionen Franken zur Verfügung. Die Förderung erfolgt im Rahmen der Kulturbotschaft 2025–2028 und gestützt auf das Kulturförderungsgesetz (KFG). Die Projekte wurden im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung eingereicht und anschliessend vom BAK geprüft. Mit der Ausschreibung sollten auch Museen und Sammlungen angesprochen werden, die bislang wenig Erfahrung mit Provenienzforschung haben.

Mehrere Vorhaben führen Bestände verschiedener Museen zusammen oder werden in Zusammenarbeit mit Partnerinstitutionen und Herkunftsgemeinschaften durchgeführt. Gefördert werden auch Projekte zu menschlichen Überresten aus kolonialen Kontexten. Die Zusammenarbeit mit Institutionen in den Herkunftsländern schafft dabei Grundlagen für mögliche Restitutionsdialoge sowie für den künftigen Umgang mit diesen Beständen.

Weitere Projekte erschliessen und digitalisieren Archive und Datenbestände, um sie für die weitere Aufarbeitung zugänglich zu machen. Mit systematischen Erstabklärungen werden zudem ganze Bestände untersucht und dokumentiert sowie Bereiche mit weiterem Abklärungsbedarf identifiziert und priorisiert. In vertieften Forschungsprojekten werden bereits identifizierte Provenienzlücken und problematische Erwerbskontexte gezielt weiter untersucht. Damit erhalten die Institutionen neue Erkenntnisse zur Herkunft ihrer Bestände und Grundlagen für weiterführende Abklärungen.