Preisüberwacher einigt sich mit der Alliance SwissPass und der SBB über die Tarifmassnahmen per Dezember 2026
Bern, 04.08.2026 — Der Preisüberwacher hat mit der Alliance SwissPass eine Reduktion der vorgesehenen Tariferhöhung im Nationalen Direkten Verkehr erreicht. Davon profitieren insbesondere GA-Kundinnen und -Kunden. Zudem wird die SBB ihr Angebot an Sparbilletten im Jahr 2027 ausbauen.
Die Alliance SwissPass (ASP) hat dem Preisüberwacher am 31. März 2026 eine Tarifmassnahme im Nationalen Direkten Verkehr (NDV) per 13. Dezember 2026 unterbreitet. Sie sah differenzierte Preiserhöhungen über das Sortiment des NDV vor, die zu einer durchschnittlichen Preiserhöhung um 3.9 Prozent geführt hätten. Das Generalabonnement (GA)-Sortiment sollte dabei prozentual stärker erhöht werden als der Normaltarif.
Der Preisüberwacher hat die vorgesehenen Tarifmassnahmen gestützt auf Art. 6 des Preisüberwachungsgesetzes (PüG;
SR 942.20) geprüft und anschliessend mit der ASP sowie der SBB Verhandlungen geführt.
Der Preisüberwacher und die ASP einigten sich darauf, die Kostensteigerung seit der letzten Preisanpassung im NDV zu überwälzen. Entsprechend vereinbarten die Parteien, die durchschnittliche Tariferhöhung von 3.9 Prozent auf 3.6 Prozent zu reduzieren. Diese Reduktion soll den Kundinnen und Kunden zugutekommen, die am stärksten auf den öffentlichen Verkehr angewiesen sind und kaum Ausweichmöglichkeiten haben, insbesondere den pendelnden GA-Kundinnen und -Kunden. Familien, Kinder und Jugendliche werden bereits aufgrund der Eingabe der Branche unterdurchschnittlich mit Preiserhöhungen belastet.
Konkret einigten sich die Parteien, die von der Branche vorgesehenen Tarifmassnahmen wie folgt anzupassen:
- Halbierung der vorgesehenen Erhöhung beim GA-Erwachsene 2. Klasse: Dieses GA kostet neu 4'095 Franken, 100 (statt 200) Franken mehr als bisher. Die Monatspreise werden entsprechend angepasst.
- Drei Viertel der vorgesehenen Erhöhung GA-Erwachsene 1. Klasse: Dieses GA kostet neu 6'770 Franken, 250 (statt 330) Franken mehr als bisher. Die Monatspreise werden entsprechend angepasst.
Der SBB-Fernverkehr ist weniger von der Kostensteigerung betroffen als der gesamte NDV, insbesondere weil die SBB nicht vom Wegfall der Rückerstattung für den Treibstoffzoll betroffen ist. Deshalb vereinbarten der Preisüberwacher und die SBB zusätzlich folgende Kompensation:
- Die SBB wird im Fernverkehr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2027 Sparbillette mit einem Rabattvolumen von mindestens 90 Millionen Franken verkaufen.