Zum Hauptinhalt springen

MedienmitteilungVeröffentlicht am 18. Mai 2026

Gesamtwert von über CHF 13 Millionen: BA und fedpol stellen eine Tasche voller Bargeld, Immobilien, Fahrzeuge und Luxusaccessoires sicher

Bern, 18.05.2026 — Bei Hausdurchsuchungen in den Kantonen Aargau, Schwyz, Zug und Genf stellten die Bundesanwaltschaft (BA) und das Bundesamt für Polizei (fedpol) am Dienstag, 5. Mai 2026, Bargeld und Luxusaccessoires im Gesamtwert von über CHF 2 Millionen sicher. Ausserdem beschlagnahmten sie Fahrzeuge und Immobilien im Wert von knapp CHF 11 Millionen. Eine Person wurde verhaftet. Die Aktion fand im Rahmen eines Strafverfahrens der BA gegen zwei Personen wegen qualifizierter Geldwäscherei und Beteiligung an bzw. Unterstützung einer kriminellen Organisation statt. Unterstützt wurden die BA und fedpol von den Polizeikorps der betroffenen Kantone.

Die am 5. Mai 2026 verhaftete Person befindet sich in Untersuchungshaft. Die andere beschuldigte Person verbüsst bereits im Ausland eine Gefängnisstrafe wegen Verstössen gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung. Dem Strafverfahren der BA liegt eine Strafanzeige von fedpol zugrunde, der umfangreiche polizeiliche Ermittlungen vorangingen.

Mutmassliche Geldwäscherei in Millionenhöhe

Die BA verdächtigt die Beschuldigten, mutmasslich durch Drogenhandel erlangte Vermögenswerte im Umfang von mindestens CHF 8,1 Millionen gewaschen beziehungsweise in das schweizerische Banksystem eingeschleust zu haben. Dies sollen sie einerseits durch hohe Bareinzahlungen auf Konten bei verschiedenen Finanzintermediären getan haben. Andererseits sollen sie mit den mutmasslich inkriminierten Geldern Schmuckstücke und Edelsteine erworben haben. Diese verkauften sie wiederum an Händler und liessen sich den Erlös auf ihre Konten einzahlen. Ebenfalls sollen die Beschuldigten das mutmasslich inkriminierte Geld in Luxusimmobilien und Fahrzeuge der gehobenen Klasse investiert haben.

Bargeld in Tasche sichergestellt

Bei der Durchsuchung der Liegenschaften stiessen die Ermittlerinnen und Ermittler auf diverse Safes, in denen sich eine Tasche mit Bargeld im Umfang von rund CHF 1,3 Millionen sowie Schmuck und Luxusuhren mit einem Wert von über CHF 1 Million befanden. Sichergestellt wurden auch fünf Fahrzeuge verschiedener Luxusmarken im Wert von rund CHF 1,2 Millionen. Für mehrere Immobilien im Wert von CHF 9,6 Millionen wurde eine Grundbuchsperre verfügt.

BA und fedpol haben ausserdem bei einer kantonalen Strafverfolgungsbehörde eine Meldung wegen des Verdachts der Erlangung von Aufenthaltsbewilligungen durch Angabe falscher Tatsachen eingereicht.

Die BA bedankt sich bei fedpol sowie den Polizeikorps der Kantone Aargau, Schwyz, Zug und Genf für die gute Zusammenarbeit.

Für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung.