Trockenheit: Abfluss aus dem Zürichsee bleibt vorerst reduziert
Bern, 30.10.2026 — Der Abfluss aus dem Zürichsee bleibt vorerst bei 20 Kubikmetern pro Sekunde. Darauf haben sich der Kanton Zürich, die weiteren beteiligten Kantone und das Bundesamt für Umwelt BAFU nach einer erneuten Lagebeurteilung verständigt. Für die bevorstehende Laichzeit der Forellen wäre mehr Wasser in der Limmat zwar besser. Eine Erhöhung des Abflusses muss jedoch über längere Zeit aufrechterhalten werden können. Deshalb soll der Abfluss erst erhöht werden, wenn sich der Wasserstand des Zürichsees ausreichend erholt hat.
Seit dem 1. Oktober 2026 ist der Abfluss aus dem Zürichsee von 30 auf 20 Kubikmeter pro Sekunde reduziert. Damit wird mehr Wasser im See zurückgehalten. Ein weiteres Absinken des Zürichsees konnte damit verhindert werden. Weil auch im Oktober im Einzugsgebiet des Zürichsees weniger Regen fiel als üblich, ist der Seepegel kaum gestiegen. Am 30. Oktober 2026 lag er bei knapp 405.30 Meter über Meer. Auch in den kommenden Wochen sind laut Wetterprognosen ergiebige Niederschläge wenig wahrscheinlich.
Die Massnahme war vorerst bis Ende Oktober befristet. Wie angekündigt haben die zuständigen Stellen die Situation auch mit Blick auf die beginnende Laichzeit der Forellen erneut beurteilt.
Während der Laichzeit starke Schwankungen vermeiden
Eine höhere Wasserführung würde die Bedingungen für die Fische in der Limmat verbessern. Entscheidend ist jedoch, dass der Abfluss anschliessend nicht wieder reduziert werden muss. Denn dann könnten Laichplätze trockenfallen und die dort abgelegten Eier verloren gehen. Das würde die Fischbestände in der Limmat nach dem trockenen und heissen Sommer zusätzlich unter Druck setzen. Während der Laichzeit sind deshalb möglichst gleichmässige Wasserstände wichtig.
Unter den gegenwärtigen Bedingungen wird ein vorerst gleichbleibender Abfluss von 20 Kubikmetern pro Sekunde daher als geeigneter beurteilt als eine Erhöhung, die möglicherweise erneut rückgängig gemacht werden müsste. Die Nachteile der geringen Wasserführung für das Ökosystem und die Wasserkraftproduktion in der Limmat bleiben dabei bestehen.
Reduzierter Abfluss, bis der Zürichseepegel im Normbereich liegt
Der reduzierte Abfluss in der Limmat wird bis auf Weiteres beibehalten. Eine Erhöhung des Abflusses wird geprüft, wenn der Zürichseepegel wieder in jenem Bereich liegt, der im Wehrreglement vorgesehen ist. In den Wintermonaten sollte der Pegel zwischen 405.60 und 405.80 Meter über Meer liegen.
Der Kanton Zürich ist für die Regulierung des Zürichsees zuständig und setzt die vereinbarte Regelung um.