Die Quote der Abschlüsse auf Sekundarstufe II variiert erheblich je nach Quartier
Neuchâtel, 08.06.2026 — In der Schweiz haben 91,7% der Jugendlichen, die im Zeitraum 2010–2014 15 Jahre alt wurden, bis zum 25. Altersjahr einen Abschluss der Sekundarstufe II erlangt. Je nach Region und innerhalb der Kantone variiert dieser Anteil stark. In grossen städtischen Gemeinden wie Zürich (88%), Basel (86%) und Genf (82%) ist die Quote niedriger, wobei es auch hier erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Quartieren gibt. So liegt sie im Zürcher Quartier Langstrasse bei 80%, in Fluntern bei 96%. Dies sind die wichtigsten Ergebnisse einer neuen Publikation des Bundesamtes für Statistik (BFS), die die räumliche Verteilung der Abschlüsse der Sekundarstufe II und der Maturitäten detailliert aufzeigt.
Der Quote der Abschlüsse auf Sekundarstufe II dient als wichtiger Indikator für die Steuerung des Bildungssystems. Die neue Publikation des BFS enthält detaillierte Karten und zeigt Ungleichheiten auch auf tieferen räumlichen Ebenen (z. B. Quartier oder Gemeinde).
In den Städten haben weniger Jugendliche einen Abschluss der Sekundarstufe II
Die Quote der Abschlüsse auf Sekundarstufe II, die schweizweit bei 91,7% liegt, ist in grossen städtischen Gemeinden häufig niedriger: So beläuft sie sich in Zürich auf 88%, in Bern auf 90%, in Lugano auf 88%, in Basel auf 86%, in Lausanne auf 84% und in Genf auf 82%. Diese grossen städtischen Gemeinden zeichnen sich durch komplexe soziale Strukturen, eine höhere Konzentration fremdsprachiger Schülerinnen und Schüler sowie mehr Haushalte mit geringem Einkommen oder Sozialhilfebezug aus.
Erhebliche Unterschiede innerhalb der Gemeinden
Innerhalb grosser Gemeinden sind bei den Abschlüssen der Sekundarstufe II grosse Unterschiede festzustellen: In Zürich beispielsweise liegt die Quote in der Langstrasse bei 80%, in Fluntern hingegen bei 96%. Im Luzerner Quartier Reussbühl beläuft sich der Anteil auf 88% und in den Quartieren Halde und Wesemlin auf 94%. In der Stadt Basel reichen die Quoten von 80% im Matthäusquartier bis zu 92% in Bachletten.
Maturität: grosse kantonsinterne Unterschiede in der Deutschschweiz
In der lateinischen Schweiz erreicht die Quote der Absolventinnen und Absolventen einer Maturität (gymnasiale, Berufs- oder Fachmaturität) vermehrt rund 50%, was deutlich über dem Schweizer Durchschnitt (41,9%) liegt. In der Deutschschweiz ist der Anteil der Jugendlichen mit Maturitätsabschluss im Allgemeinen geringer, innerhalb der einzelnen Kantone aber heterogener. So weisen beispielsweise in den Kantonen Bern und Zürich oder auch in Kantonen wie Luzern und St. Gallen, deren Quote deutlich unter dem Schweizer Durchschnitt liegt, einige Gemeinden Quoten von rund 60% auf, während andere Gemeinden derselben Kantone Werte unter 20% verzeichnen.
Beträchtliche Unterschiede zwischen den Quartieren bei den Maturitätsabschlüssen
In den Städten variiert der Erwerb einer Maturität je nach Quartier. In Lausanne beispielsweise liegt sie in Montoie/Bourdonnette bei 30%, während sie in Montriond/Cour 60% erreicht. In der Stadt Bern haben in den Quartieren Länggasse, Muesmatt, Stadtbach und Neufeld 68% der Jugendlichen einen Maturitätsabschluss, im benachbarten Bethlehem 24%. Im St. Galler Quartier Lachen beläuft sich der Anteil auf 28% und in den Quartieren Rosenberg und Rotmonten auf 64%.
Diese Medienmitteilung und weitere Informationen zum Thema finden Sie auf der Website des BFS.