Die Schweiz übernimmt 2026 den Vorsitz des Rabat-Prozesses
Bern-Wabern, 29.01.2026 — Die Schweiz übernimmt im Jahr 2026 den Vorsitz des Euro-Afrikanischen Dialogs zu Migration und Entwicklung (Rabat-Prozess). Sie löst Nigeria an der Spitze dieses Forums ab, das rund 60 Länder aus Nord-, West- und Zentralafrika sowie Europa umfasst und in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen feiert.
Der Schweizer Vorsitz wird den Schwerpunkt auf die Bereiche Schutz und Asyl sowie Fragen rund um Rückkehr, Rückübernahme und Reintegration legen. Diese strategische Ausrichtung widerspiegelt das Engagement der Schweiz für eine ausgewogene Migrationspolitik und entspricht ihren Prioritäten auf nationaler und internationaler Ebene.
Die Schweiz wird mehrere thematische Sitzungen sowie den nächsten Gipfel dieser Dialogplattform Anfang 2027 organisieren. Dieses Vorsitzjahr wird auch von den Feierlichkeiten zum 20-jährigen Bestehen des Rabat-Prozesses geprägt sein. Die Schweiz wirkt seit Beginn im Jahr 2006 aktiv am Rabat-Prozess mit und ist seit 2022 ständiges Mitglied des Steuerungsausschusses. Dieser Pfeiler der Migrationsaussenpolitik ermöglicht es ihr, den Migrationsdialog mit der Europäischen Union (EU) wie auch mit Ländern des afrikanischen Kontinents zu stärken.
Der Rabat-Prozess umfasst 28 afrikanische und 29 europäische Staaten sowie weitere wichtige Akteure wie die EU und die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS). Er bietet einen Rahmen für Dialog und Konsultation zwischen Herkunfts-, Transit- und Zielstaaten mit dem Ziel, koordinierte und ausgewogene Lösungen für die Herausforderungen der Migration zu finden.