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MedienmitteilungVeröffentlicht am 16. Januar 2026

Schweiz führte mit NATO-Partnern einen Forschungsworkshop zu Täuschtechnologien durch

Bern, 16.01.2026 — Am 14. und 15. Januar 2026 führte das Bundesamt für Rüstung armasuisse gemeinsam mit der NATO Science and Technology Organisation (STO) einen Workshop zu Technologien über militärische Täuschung durch. Über 90 nationale und internationale Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Industrie und Verteidigung diskutierten über den aktuellen technologischen Stand sowie zukünftige Herausforderungen.

Das übergeordnete Ziel des zweitägigen Workshops war der gegenseitige Erfahrungsaustausch und die Vernetzung zwischen militärischen und zivilen Partnern aus Industrie und Wissenschaft. Über 90 zivile und militärische Expertinnen und Experten trafen sich am 14. und 15. Januar 2026 in Thun, um über aktuelle und künftige Technologien und gemeinsame Forschungsziele im Bereich der Täuschung zu diskutieren. Die Teilnehmenden des Workshops sprachen über Technologien und Massnahmen, um die Täuschung auf dem heutigen und zukünftigen Gefechtsfeld zu verbessern. Dazu gehören neue Materialen, Herstellungsverfahren und zum Beispiel auch Möglichkeiten zur Beurteilung der Effektivität von Täuschmassnahmen. Industrieteilnehmende präsentierten zudem bestehende Lösungen und Produkte für die Täuschung.

Täuschung als wichtige Verteidigungsfähigkeit

Die Aufklärungsmöglichkeiten entwickeln sich kontinuierlich weiter, sind allgegenwärtig und können unter anderem auf neuen Plattformen wie Drohnen und Satelliten eingesetzt werden. Weiter erhöhen die Vernetzung und KI-gestützte Auswertung von Sensordaten die Aufklärungsfähigkeit zusätzlich. Damit Täuschung auch künftig wirksam bleibt, braucht es neue technologische Ansätze. Vor diesem Hintergrund gewinnen Kompetenzen im Bereich der Täuschung zur Stärkung einer zukünftigen Verteidigungsfähigkeit immer stärker an Bedeutung. Die länderübergreifende Zusammenarbeit ist auch in diesem Themenfeld unabdingbar, um effiziente Lösungen für die Schweizer Armee zu erarbeiten.

Internationale Kooperationen für mehr Sicherheit

Der Workshop fand als Teil der Kooperationen mit der NATO Science and Technology Organisation (STO) statt, in der die Schweiz durch das Bundesamt für Rüstung armasuisse vertreten ist. Hierbei nimmt armasuisse Wissenschaft und Technologie im Rahmen der Partnerschaft für den Frieden (PfP) an ausgewählten NATO-Forschungsaktivitäten teil.  Diese Beteiligung ermöglicht es der Schweiz, sich an internationalen Forschungsaktivitäten zu engagieren und vom Wissen anderer Nationen zu profitieren sowie dies in die nationale Fähigkeitsentwicklung einfliessen zu lassen.

Seit März 2025 ist die Schweiz zudem NATO STO Enhanced Partner (STEP). Dadurch kann sie einen besseren Beitrag zur Entwicklung des Arbeitsprogramms der STO leisten und sich an weiteren Forschungsaktivitäten beteiligen. Dies entspricht den Zielen der im Sommer 2025 verabschiedeten rüstungspolitischen Strategie, die internationale Kooperationsfähigkeit der Schweiz im rüstungstechnologischen Bereich zu intensivieren und dadurch die Beurteilungs- und Entwicklungsfähigkeit für neue Technologien zu erhöhen.